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Helfen SIE uns, um Wiesbadens ältester Kirche in der Not zu helfen.

Bierstädter KircheSchon mit wenigen Mitteln können Sie Großes bewirken. Viele Mitstreiter haben geholfen, dass genügend Spenden zusammenkamen, um den Turm zu renovieren, der wieder in altem Glanz erstrahlt, wie auch der neu vergoldete Gockel. Unser Motto- Geben Sie uns – wir schenken Ihnen Freude, Besinnung und schöne Erlebnisse durch unsere vielen Aktivitäten und Veranstaltungen.

Wir laden Sie ein, mit zu machen, ob als Gast unserer Veranstaltungen oder als Fördermitglied im Förderkreis oder im Beirat. Unsere Vorstände stehen Ihnen gerne für alle Fragen zur Verfügung.

 

 

 

 

Baugeschichte der Kirche


Die Bierstadter Kirche ist das älteste, seit 900 Jahren als Kirche genutzte Gebäude von Wiesbaden.
Ihre Geschichte ist bewegt und sie hat in dieser langen Zeit manche Veränderungen erfahren. Aber noch heute spüren wir den Geist ihrer Erbauer, den Bewohner Bierstadts über die lange Zeit erfahren können.


Sie ist die Nachfolgerin einer Kirche, die 927 in einer Urkunde erwähnt wurde. Erbaut wurde sie in der Zeit um 1080-1100 in salisch-romanischer Bauweise als Saalkirche mit einer von zwei Apsidiolen flankierten Mittelapsis als Chorabschluss. Das Kirchenschiff hatte eine flache Holzdecke.
Um 1220 wird an die Saalkirche ein Turm angebaut, dessen Zwerchgiebel mit gotischen Stilelementen gestaltet sind. Der Turm diente vor allem als Schutz- und Wachturm und war nur von innen zugänglich.
In der Kirche finden wir an den Laibungen der Chorfenster Wandgemälde der St. Katharina und St. Birgid (Namenspatronin von Bierstadt), von Kain und Abel über dem Altarbereich und der Märtyrer St. Laurentius und St. Stephanus.
Aus romanischer Zeit stammt auch das noch heute genutzte Taufbecken, wie auch ein Türsturz am ehemaligen Eingang der Kirche mit einfachen Ritzzeichen wie Kreuz, Dreieinigkeitssymbol, Lebensbäume und Paradiesschlange.


Wahrscheinlich kurz vor der Einführung der Reformation 1540 wurde ein spätgotischer Flügelaltar im Chor der Kirche aufgestellt. Von Martin Caldenbach aus Frankfurt am Main um 1505 gemalt, zeigen die Tafelbilder des Altarschreins für die Festtagszeit Szenen aus der Kindheit von Jesus (Geburt, Anbetung, Beschneidung, Kindermord), die Außenflügel für die übrige Zeit Bilder von Heiligen (St. Nikolaus, St. Martin, Christopherus, St. Stephanus).
Im Altarschrein waren die Figuren einer Apokalyptischen Maria, flankiert von St. Nikolaus und St. Ferrutius aufgestellt. Nach vielen Wandlungen im Barock und auch in späteren Zeiten sind heute die Tafelbilder einschließlich der Predella (Jesus u. die 12 Apostel) als Retabelaltar aufgestellt und bilden den Mittelpunkt des Altarraumes.


Durch die Wirren des 30-jährigen Krieges im 17 Jahrhundert und dem Lauf der Zeit war die Kirche um 1720 baufällig und wurde in der Zeit von 1730-1740 überholt und barock ausgestaltet. Dabei wurden insbesondere ein barocker Kanzelaltar, ein neues Gestühl mit 3-seitiger Empore eingebaut. Die Decke wurde gewölbt und bemalt. Größere Fenster sollten mehr Licht in die Kirche lassen; neue Zugänge zum Kircheninnern wurden geschaffen. Bei einer Renovierung 1862 wurde die bemalte Decke entfernt und durch eine schlichte Stuckdecke ersetzt.


Von dieser barocken Ausstattung sind heute noch das Gestühl und die Emporen vorhanden. Der Altarraum wurde 1934 und 1970 neugestaltet, sodass sich heute der Chor mit seiner romanischen Doppelarkade als Triumphbogen dem spätgotischen Raumeindruck annähert. Eine Besonderheit hat die Kirche: Sie hat keine Kanzel, wie sonst in jeder Kirche üblich ist.
Eine Orgel wurde 1682 erwähnt, ihr folgen zwei weitere. Die heutige Orgel wurde 1972 von Steinmeyer in Oettingen erstellt.


Hans Peltzer, April 2001
Literatur:
Schnell Kunstführer Nr. 1561
Dehio, Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler Hessen

 

In Stichpunkten:

  •   927 Erste urkundliche Erwähnung der Kirche
  • 1050 Einfache Saalkirche mit Chor
  • 1200 Turm-Anbau
  • 1550 Gotischer Flügelaltar
  • 1700 Renovierung der baufälligen Kirche, Einbau großer Fenster an den Seitenwänden, neuer Eingang auf der Westseite,Entfernung des Taufbeckens, Einbau von Orgel und Kanzelaltar sowie Kirchenbänken und Emporen
  • 1934/35 Sanierung mit Außenputz-Abschlag, neuer Flügelaltar mit gotischen Weihnachtsmotiven, Reintegration des Taufbeckens
  • 1980 Neugestaltung des Altars
  • 2005 Beginn der Bauarbeiten am Kirchturm
  • 2007 Turmsanierung abgeschlossen
  • 2007 Beginn mit der Außensanierung des Kirchenschiffs
  • 2008 Abschluß der Kirchenschiffsanierung

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